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Neues von huetefuchs (ab 2009)

Wissenswertes

Letzte Änderung am Samstag, 23. Juli 2011 um 15:00:36 Uhr.



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Ich möchte in diesem Teil der Homepage zurückkommen auf eine Thematik, die ich im "alten Text", der ja nun schon ein paar "Jährchen" auf dem Buckel hat, bereits angesprochen habe: DEN STAND DER DINGE , was den Erhalt der Altdeutschen Hütehunde angeht.
Dazu gab es in der Zeitschrift DOGS im Heft 5/2007; S 120-123 einen interessanten Artikel, zu dem ich jedenfalls keine Gegendarstellung registriert habe; man darf also davon ausgehen, dass er den Tatsachen entspricht.
Diesen Artikel habe ich seinerzeit im Juni 2007 zum Anlass eines Beitrags in unserem Forum genommen, den ich hier einstellen möchte, weil er meiner Ansicht nach eine Momentaufnahme der derzeitigen Situation widerspiegelt.



Zuvor zeige ich das Bild eines Hundes, der nun schon über 19 Jahre alt ist. Geboren wurde er also noch in der "Gründerzeit" der AAH. Während sich SEIN Leben nun langsam dem Ende nähert, sollten wir uns durchaus berechtigt fühlen, über den Fortbestand der Populationen aller Altdeutschen Hütehunde nachzudenken. Dazu will ich anregen - und DESHALB meide ich auch rhetorische Spitzen NICHT; sie sollen nicht beleidigen, sie sollen Anstoß geben !



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Altdeutscher Fuchs - 19 (!) Jahre alt 



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Wie steht's denn nun wirklich um die Altdeutschen ?

Diese Frage muss man sich wirklich möglichst bald ernsthaft stellen - und - nicht nur sich selber, sondern ...na, wem denn wohl .... dem zuständigen Zuchtverein.
Ich bin nun wirklich niemand, der alles unbesehen glaubt, was irgendwo der Druckerpresse entkommt, aber der Bericht über die Gefahr des Aussterbens alter Hunderassen in der neuen Ausgabe von "dogs" (5/2007; S. 120-123) macht mich doch nachdenklich.
Neben den Großspitzen werden dort vor allem unsere Altdeutschen thematisiert - als Auskunftgeberin hat dem Redakteur die Sachverständige für gefährdete Hunderassen bei der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) hilfreich zur Seite gestanden. Dementsprechend "frisch" und auch kompetent kann und sollte man also deren Auskünfte einschätzen.

Wer den Bericht aufmerksam ...und auch zwischen den Zeilen liest, wird ernüchtert feststellen müssen, daß Optimismus in Bezug auf die Erhaltung der Altdeutschen Hütehunde durchaus fehl am Platze ist. Vielmehr steht es wohl ernster um einige Schläge, als manche glauben (mich eingeschlossen).
Leider bezieht der Bericht lediglich Schafpudel, Fuchs, WWK (Westerwälder Kuhhund) und per Foto einen Schwarzen in die Betrachtungen ein, Strobel und Süddeutsche, sowie Tiger werden nicht erwähnt.
Das folgende Zitat zeigt, wie von der GEH der gegenwärtige Zustand eingeschätzt wird : "Ganz und gar nicht in Gefahr, zum Modehund zu werden, ist der Altdeutsche Hütehund. Sein Bestand schrumpft so schnell, wie die Zahl der Schäfereien abnimmt. Eine große Lobby haben diese Hunde nicht: Noch heute werden sie fast ausschließlich als Arbeitshunde an der Herde eingesetzt."

Ah...ja .... eine "Lobby" haben die Hunde also nicht ! Zumindest wird der federführende Zuchtverein NICHT als solche angesehen ! Das sollte zu denken geben, angesichts der Tatsache, daß Schafpudel und WWK von der GEH (lt. "dogs") seit 1989 (!) als im Bestand "extrem gefährdet" eingestuft werden .... schlimmer gehts also nimmer, möchte man sagen.

Da drängt sich mir allerdings schon die Frage auf: War denn also die Arbeit der AAH bisher sinnlos, hat sie "nichts gebracht"? (Der "Harzer Fuchs" wird übrigens wohl immer noch (wie alle anderen) als "gefährdet" eingestuft).
Kann und sollte man also wirklich ohne weitergehende Überlegungen SO weitermachen, wie bisher ? Wenn fast 20 Jahre Arbeit FÜR die damals noch proklamierte "Rettung der Altdeutschen Hütehunde" den Bestand nicht zu den benötigten Populationsgrößen geführt hat - wäre da nicht auch ein wenig Selbstkritik am Platze, - ein wenig mehr Offenheit was die WIRKLICHE Situation angeht ? Will man den Bestand so weit zusammenschrumpfen lassen, bis irgendwann wirklich "Nichts mehr geht" (?) - das KANN doch nicht die Zuchtpolitik für die kommenden Jahre sein.

Nützt den Hunden wirklich das auch im Artikel wieder einmal zu lesende Statement ?(Zitat) "Die Rettung der alten Rassen erweist sich als schwierig: "Als reine Familienhunde sind sie nicht wirklich geeignet" (.....) "Es sei denn, es würden Hunde gezüchtet, die nicht mehr so arbeitsstark sind. Aber das wären auch keine typischen Altdeutschen Hütehunde mehr."

Auch die Vertreterin der GEH, die die AAH übrigens mit keinem Wort erwähnt (!), lässt also OFFEN, was SIE für einen gangbaren Weg in die Zukunft hält ! Eine Beschreibung des "status quo", die lediglich den "status quo ante" (also die vor Beginn der Maßnahmen (89) bestehende Situation) bestätigt, führt (für meine Begriffe jedenfalls) nicht weiter.

Wir lesen in der Folge des Artikels auch etwas über die vermeintliche "Strategie", die hinter den Einträgen auf der "roten Liste" steht. Hier wird der Deutsche Pinscher als Beispiel dafür genannt, wie eine ebenfalls alte und gleichermaßen bedrohte "Arbeitsrasse" allein durch die Aufnahme in die GEH-Liste der bedrohten Arten sich aus ihrem Tief wieder herausgearbeitet hat. Ja - sollen wir jetzt so lange untätig warten, bis dies unseren AH ebenfalls irgendwann in grauer Zukunft gelingt ??? Eine Garantie dafür gibt es in Zeiten allgemein sinkender Welpenzahlen und der immer größer werdenden Problematik, überhaupt noch Hunde "an den Mann" oder die Frau zu bringen wohl nicht.

Ich bin froh, daß dieser Artikel sich nicht in Optimismen ergeht, sondern uns den ERNST DER LAGE, den auch ich bisher aufgrund meines Zutrauens zur AAH und deren Arbeit wohl unterschätzt habe, deutlich vor Augen führt !

Entkräften könnte meine Befürchtungen allenfalls eine "Gegendarstellung" der AAH ....oder der Nachweis, daß die Aussagen der GEH-Sachverständigen nicht den wirklichen Tatsachen entsprechen. Beides erwarte ich jedoch nicht, insofern ...liegt der Artikel wohl - traurig aber wahr - RICHTIG !



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Altdeutscher Fuchs Lara vom Ohfeld (Aug. 2008 / Alter 9 Jahre)



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Interessengemeinschaft Mitteldeutsche Hütehunde

Im Folgenden will ich versuchen, einmal zusammenzufassen, WARUM es meiner Ansicht nach notwendig ist,
sich über die Zukunft der Altdeutschen Hütehunde und über die der Mitteldeutschen im Besonderen
Gedanken zu machen.
Wie kommen so unterschiedliche Leute, wie etwa Helmut Lenz und ich dazu, schon seit Jahren
und GEGEN einigen Widerstand eben NICHT AUFZUGEBEN, sondern das bisher lediglich Angedachte sogar jetzt in die
konkrete Form einer Interessengemeinschaft zu gießen ?

Ich will das in einer Art und Weise versuchen, zu erklären, die es AUCH der anderen Seite möglich machen dürfte,
zumindest zuzugestehen, dass wir den nötigen Ernst und auch die nötige Gewissenhaftigkeit aufbringen, die nötig ist,
damit EINES eben NICHT geschieht, dass nämlich die Hunde als Individuen und als Population Schaden nehmen.
WIR unterstellen dies NICHT der gängigen Zuchtorganisation (AAH) und man sollte dies auch uns gegenüber nicht erwägen.

Doch nun zum Thema:

Ausgangspunkt unserer Gedanken war und ist die unleugbare Tatsache, dass es um die Träger/Stützen der bisherigen Erhaltungszucht
der Hunde, die Berufsschäferei in unserem Lande POSITIV (!) gesagt, "nicht zum Besten steht". Die ZAHL der noch tätigen
Schäfer nimmt im Laufe der letzten Jahre drastisch ab. Viele der altgedienten Veteranen hinterlassen zwar Erinnerungen,
allerdings findet sich für die Mehrzahl der aufgegebenen Schäfereien KEIN NACHFOLGER. Auffällig ist, dass die Zahl der gehaltenen
Tiere weniger stark sinkt als der prozentuale Anteil der Schäfer. Der TREND geht also in Richtung größerer Betriebe
(höhere Nutztierzahl), Umstrukturierung von Hütehaltung in Richtung Koppelung, nahezu totaler Wegbruch des Wanderschäfertums.
Die Zahl der Hobbyschafhaltungen mag zwar angestiegen sein, jedoch dürfte dieser Umstand weitgehend irrelevant für die
Population der Altdeutschen Hütehunde (AH) sein.

Ich denke, man kann festhalten, dass die Koppelung der AH-ZUCHT an den Berufsstand der Schäferei zumindest die Gefahr in sich
birgt, dass mit jedem, den Beruf aufgebenden Mitglied dieses Berufsstandes AUCH der Hundebestand und damit die Zuchtbasis
weiter bröckelt und zwar AUCH DANN, wenn die Betreffenden vorher gar nicht der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde
(AAH) angeschlossen waren ! JEDER , den Beruf aufgebende Schäfer verschärft also (natürlich ungewollt!) die Situation;
übrigens ....durch den Wegfall vieler alter Werte, Fähigkeiten und Kenntnisse nimmt auch unsere Gesellschaft Schaden ...aber das nur
nebenbei bemerkt.



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Schafe Die von Helmut im Sommer 2008 gehütete Herde.



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Für unsere Hunde bedeutet insbesondere die Umstrukturierung der Viehwirtschaft Gefahren - zum einen müssen sie sich dem Risiko
ausgesetzt fühlen, durch besser angepasste Rassen stillschweigend ersetzt zu werden, zum anderen muss man fragen dürfen,
wie lange wohl noch das Haupt-Selektionsmerkmal: -Hüteveranlagung- in der Praxis durchhaltbar ist, wenn immer weniger Hunde
WIRKLICH noch die althergebrachten (!)und rassekonstituierenden Tätigkeiten ausüben (können)?
Bei aller Begeisterung für HÜTENDE Altdeutsche sollte man doch sehen, dass die Grenzen der Durchhaltbarkeit des herkömmlichen
Zuchtansatzes schneller erreicht werden könnten, als das denjenigen RECHT sein kann, die sich für die Hunde "außerberuflich"
interessieren ! Ich will hier nicht schwärzer malen, als es notwendig ist, aber es darf halt eben NICHT dazu kommen,
dass die Hunde aussterben, wenn es mit der Schafhaltung in Deutschland weiter bergab geht ...oder gehen sollte.
Mit Ausnahme vielleicht der "Mitteldeutschen" (Fuchs/Schwarzer/Gelbbacke) sehe ich diese Gefahr für ALLE anderen Altdeutschen
Hütehundrassen (Schläge) als akut an!.. Mich wundert zum Beispiel SEHR, dass es kein spezielles Zuchtprogramm etwa für die
Strobel gibt ..., die mit zu den Ersten zählen werden, die uns "verlassen", WENN , ja ...WENN ... "NICHTS" passiert!
In der freien Marktwirtschaft regelt bekanntlich die NACHFRAGE den PREIS .... in der Zucht REINER ARBEITSHUNDE (!) kann dieser
"Preis" unter Umständen die Existenz einer Rasse kosten ! ...Wollen wir das wirklich ? (Mit "wir" meine ich ALLE ,
seien sie unseren Gedanken wohlgesonnen ...oder auch nicht!)
Es geht hier nicht um irgendwelche persönlichen Eitelkeiten auf welcher Seite auch immer... es geht darum, was man TUN KANN,
die Altdeutschen Hütehunde AUF LANGE SICHT in diese unsere heutige Welt zu integrieren und zwar als DAS, was sie zumindest für den
Kreis der Interessierten auf ALLEN SEITEN SIND ...oder ZU SEIN HABEN, als ERBEN vergangener Zeiten, als lebendes Kulturgut.
JEDER AH , der (noch) HÜTET ist ein GEWINN - keine Frage -, aber AUCH AH , die NICHT HÜTEN , gehören zu diesem Kulturerbe
HINZU. Und sei es nur als genetische Reserve, die NOTWENDIG ist, um etwa dem entgegenzuwirken, was WACHTEL (Hundezucht 2000)
"genetische Monokulturen" nennt.



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Teufelsmauer Helmuts Herde an der Teufelsmauer in Sachsen Anhalt (Nähe Weddersleben) 2008..... OB dort in der Zukunft solche Bilder noch zu sehen, ja fast möchte man sagen ERLEBBAR sein werden, ist fraglich !



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Damit komme ich zum Thema GESUNDHEIT :
Wir haben KEINEN GRUND, uns als Freunde und Halter Altdeutscher Hütehunde naserümpfend über die Zuchtvertreter anderer, gerne als
bereits völlig "auf den Hund gekommen" bezeichneter Rassen zu erheben ! Ganz im Gegenteil, wir haben allen Grund, uns endlich
an der eigenen Nase zu fassen .... die Hunde, denen wir uns verschrieben haben, sind nämlich auch von dieser Seite her IN GEFAHR!
Konkret : Wir haben es mit verhältnismäßig kleinen oder kleinsten Populationsgrößen zu tun, die obendrein auch regional stark
zersplittert sind. Gerade unter diesen Verhältnissen , unter der Vorgabe EINES einzigen Hauptselektionsmerkmals und unter
der Tatsache, dass weite Teile der Berufshalter sich eben NICHT den Kontrollmöglichkeiten einer AAH (oder sonstwem) unterziehen,
kann alles das, was man unter dem weiten Begriff der INZUCHT subsummiert, "gedeihen".
Die Gefahren die sich daraus ergeben sind vielfältig (s. WACHTEL, Hundezucht 2000 .... oder das neue Heft der Zetschrift DOGS 09/08)
und wir werden sie in der Zukunft unter dem Wegfall "alter Praktiken" noch deutlicher zu spüren bekommen.
Machen wir uns doch nichts vor, man muss doch gar kein "Fachmann" sein, um zu sehen, dass bereits heute weite Teile etwa
der privat gehaltenen Hunde eng miteinander verwandt sind, TROTZ zuchtlenkender Maßnahmen.
Diesem Umstand MUSS Einhalt geboten werden ...und zwar schnell und vor allem effektiv, was (zugegeben) aufgrund magerer Datenlage
oft nicht einfach ist. MIR jedenfalls wäre entschieden WOHLER, würde man sich Interessenübergreifend etwa auf den von WACHTEL
(Hundezucht 2000, S.57-58) genannten Maßnahmenkatalog was die Zuchtwahl betrifft, einigen.
Diesbezüglich befinden wir uns allerdings bedauerlicherweise in der Situation, eben NICHT auf umfassende Datenmengen über viele
Generationen hinweg zurückblicken zu können; der Beginn der systematischen Erfassung der Hunde liegt eben noch nicht sehr lange zurück.
Deswegen gehört die Zuchtwahl gerade bei den AH zu den sensibelsten Instrumenten für das Fortkommen der Population.



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Damit bin ich beim dritten Punkt,
der für mich und ich denke , auch für Helmut, gleichermaßen Ausgangpunkt war : Wenn ich etwas erhalten will, muss ich WISSEN, WAS
ICH ERHALTEN WILL .... und wie "das" aussieht ! Wir waren beide unabhängig voneinander der Überzeugung, dass es DENEN, die
für das Überdauern der AH bis in unsere Zeit eigentlich verantwortlich zeichnen (, die Mitglieder der Schäferzunft,) eben NICHT (!)
völlig egal war, ja, gar nicht egal sein KONNTE, wie Ihre "Arbeitsmittel" (Hunde) aussahen, welchem Typ-HUND sie angehörten.
Die Faktoren, die für das SO - UND NICHT ANDERSSEIN der Altdeutschen verantwortlich waren UND SIND, haben wir bereits vielerorts
genannt; ich nenne nur geografisch-/topografische Gegebenheiten, Anpassung ans Hütevieh, Anpassung an best. Hütetechniken und nicht
zuletzt auch ein wenig menschliche Eitelkeit im positiven Sinne, man kann auch auf das Traditionsbewußtsein und den Berufsstolz
hinweisen. All diese Faktoren haben dazu geführt, dass im Laufe von Generationen von Schäfern und Hunden DAS entstanden ist,
was NUN , am Beginn unseres Jahrhunderts zumindest seiner Zukunft nicht mehr hochgradig sicher sein kann, den Altdeutschen Hütehunden
in ihren mannigfachen Ausprägungen, ob man nun von Schlägen oder von Rassen spricht, sei dahingestellt.
Es gehört also zum Erhalt dieses Kulturguts UNTRENNBAR hinzu, eben nicht nur die Funktion zu erhalten, sondern gemäß dem alten
Satz "form follows function" die Funktion zeitgemäß und den Anforderungen gemäß zu bewahren , OHNE (!) dabei die FORM aus dem
Blick zu verlieren! Ein Artikel in der Zeitschrift DOGS (3/2008) ließ uns zweifeln, ob dies TROTZ "Reinhaltungsgebot" in der
AAH-Satzung DIE Priorität genießt, die ihm NEBEN dem Funktionserhalt eigentlich zukommt !

Ich komme zum vierten und letzten Punkt:
In der Vergangenheit wurde, vielleicht aufgrund der noch geringeren Zahl von Hunden in Privathand, vehement bestritten, dass
Altdeutsche Hütehunde in Privathaushalten artgerecht haltbar seien, zumindest wurde weit ernsthafter davor gewarnt, als dies heute
vernehmbar ist. Die Zahl der Hunde, die außerberuflich leben, ist , speziell was die Mitteldeutschen betrifft, vernehmlich gestiegen.
Das brachte als Folge mit sich, dass man sich auch auf AAH-Seite bewegt hat, ja, bewegen musste - und zwar auf die Privaten ZU!
Ich will dazu jetzt kein argumentatives Fass aufmachen, aber das hat seine Gründe natürlich auch im steigenden Anteil der Privatmitglieder,
die zurecht einfordern können, eben AUCH gehört zu werden.
Im Verlaufe meiner und auch Helmuts nun schon lange andauernder Forumstätigkeiten lesen wir immer wieder und erleben wir immer
wieder, dass es "Probleme" mit einzelnen Hunden gibt. Diese Probleme haben fast immer fehlende oder falsche Erziehung zum Hintergrund,
sie sind also in den wenigsten Fällen zuchtrelevant.
Dennoch darf man, was den Erhalt der Hunde als intakte Einheit aus Körper und Geist/Wesen/Charakter angeht, den Erblichkeitsgrad des Letzteren
nicht unterschätzen. AUCH ...und gerade der arbeitende Hütehund MUSS gewisse Grundanlagen aufweisen, die ihn erst dazu befähigen (!),
die in ihm wohnenden Triebe auszuleben. Er braucht essentiell ein hohes Maß an Bindungsstreben, an Menschenbezogenheit;
daneben darf das Pendel aus Aggression und Vorsicht nicht übermäßig zu einer Seite hin ausschlagen: HIER liegen die Wurzeln,
die den hütenden Hund seine Balance zur Herde finden und wahren lassen. Diese beiden Grundprinzipien NUTZEN also sowohl dem
Berufshalter als auch dem Privaten - BEIDE profitieren von der im Idealfalle vorhandenen Wohlausgewogenheit des Hütehundwesens !
Anbetrachts der angesprochenen Erblichkeit dieser Anlagen wäre es also wünschenswert, zumindest auf Privatseite auch DIESE
Seite zuchtrelevant zu berücksichtigen !



Am Schluss bleibt die Hoffnung , dass ansatzweise deutlich geworden ist,
welche Beweggründe einen altgedienten Schäfer (Helmut) und einen lernwilligen
Laien (mich) in der Sache zusammengeführt haben, so dass daraus die IGMH
als flexibles, zeitgemäßes und dennoch traditionsbewußtes Projekt
entstehen konnte, welches sich NICHT als in allen Punkten perfekt,
sondern vielmehr als entwicklungs- und ausbaufähig versteht.









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