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Zuchtordnung

ZUCHTORDNUNG

Anlage 1 zur Satzung:
Zuchtordnung (ZO)

erschienen im Juni 2007 (letzte Aktualisierung 17.07.2008)
so beschlossen auf der 1. Mitgliederversammlung in OYLE-Marklohe am 3. Aug. 2008

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines
2. Allgemeine Zuchtbestimmung > ED/HD-Formular/ > Rasse-Mindeststandard
2.1. Mindest- und Höchstalter der Zuchttiere
2.2. Häufigkeit der Zuchtverwendung
2.2.1 Wurfwiederholung
2.3. Wurfstärke
2.4. Inzestzucht
3. Zwei Zuchtschienen
3.1. IGMH-Zucht > Merkblatt Zucht
3.2. IGMH-Registrierzucht > Merkblatt REG-Zucht / > Gutachten zur Reg.
3.3. Zuchtuntaugliche Hunde
3.4. Paarungen der Farbschläge
3.5. Begründung zu den Verboten
4. Züchter
4.1. Zuchtmiete
5. Pflichten des Deckrüdenbesitzers > Formular Deckmeldung an ZB-Stelle
6. Natürliches Deck- und Wurfgeschehen
7. Pflichten des Züchters > Wurfmeldung
7.1. Anmeldung und Eintragung in das Zuchtbuch > Antrag auf Eintragung in das ZB
7.2. Wurfabnahme > Wurfabnahmeprotokoll + Protokollvermerk d. Zuchtwart oder TA
8. Zuchtberatung und Zuchtkontrolle
8.1. Zuchtleitung
8.2. Zuchtwarte
9. Zuchtbuch
9.1. Allgemeines
9.2. Eintragung ins Zuchtbuch
9.3. Umfang der Zuchtbucheintragung
9.4. Form der Eintragungen
9.5. Eintragungssperre
10. Ahnentafeln > Antrag auf Registrierung > Ahnentafel
10.1. Allgemeines
10.2. Eigentum an der Ahnentafel
10.3. Besitzrecht
10.4. Beantragung von Ahnentafeln
10.5. Auslandsanerkennung
10.6. Ungültigkeitserklärung
10.7. Eigentumswechsel
11. Zuchtgebühren
12. Zwingernamenschutz > Antrag auf Registrierung eines Zwingernamens
13. Verschiedenes
13.1. Nichtmitglieder
13.2. Bekämpfung der Hüftgelenkdysplasie (HD) und der Ellenbogendysplasie (ED)
13.3. Zum HD-Nachröntgen
14. Weitere prophylaktische Maßnahmen
15. Verstöße gegen die Zuchtordnung (ZO)
16. Veröffentlichungen von Bestimmungen der ZO





1. Allgemeines

Zweck der IGMH ist die Reinzucht der Altdeutschen Hütehunde: Mitteldeutscher (=MD) Fuchs, MD-Schwarzer und MD-Gelbbacke hinsichtlich ihres äußeren Erscheinungsbildes und ihres rassetypischen Wesens.
Im Vordergrund des Zuchtprogramms der IGMH stehen nicht die speziellen Hüteeigenschaften der Hunde; eine Hütetauglichkeitsprüfung an der Herde kann abgelegt werden, sie ist allerdings nicht Hauptkriterium für die Zuchttauglichkeit.
Zuchtziel ist der Erhalt der MD-Hütehunde als alte Haustierrasse im Blick auf ihren Wiedererkennungswert, die robuste Gesundheit und die wesensmäßigen Anlagen, die diese Hunde als Gebrauchs- und Gesellschaftshunde auch abseits der Herde ihre Nische finden lassen.

Erbliche Defekte und Krankheiten werden von der IGMH erfasst, bewertet und planmäßig züchterisch bekämpft.





2. Allgemeine Zuchtbestimmungen

Als Zuchttiere finden dem Mindeststandard (STD) entsprechende, typvolle Rassevertreter der Farbvarianten Fuchs, Schwarzer und Gelbbacke Verwendung.
Hunde mit Papieren der AAH dürften diese Voraussetzungen von Natur aus mitbringen. Tiere ohne diesen Abstammungsnachweis wird ein Gremium der IGMH auf Typübereinstimmung prüfen und ggf. die Zuchtgenehmigung erteilen.

Voraussetzungen für alle Zuchtmaßnahmen sind:

• Mitgliedschaft des Zuchtinteressenten in der IGMH

• Die Entsprechung der Hunde des Zuchtinteressenten mit dem von der IGMH festgelegten Rasse-Mindeststandard.

• Ein durch die IGMH auf Vorschlag des Zuchtinteressenten genehmigter und eingetragener Zwingername.

• Das Vorliegen einer HD(ED)-Begutachtung, eines gültigen Impfpasses und ggf. eines Entwurmungspasses vor dem ersten Deckakt nach mit der IGMH abgestimmten Regeln.
Die Formulare zur ED/HD-Begutachtung müssen vor dem ersten Deckakt bei der IGMH eingereicht werden. Der Deckakt darf erst nach Einsicht der Unterlagen durch die IGMH und deren Zustimmung vollzogen werden.

• Gute Konstitution und Gesundheit der Tiere – nachweisbar z.B. durch Teilnahme an durch die IGMH ausgerichteten Pfostenschauen oder einen Gesundheitscheck beim Haustierarzt, aber auch persönliche Inaugenscheinnahme des betr. Hundes durch eine/-n Beauftragte/-n der IGMH.

• Bei Erstzüchtern eine Bestätigung des Zuchtwartes, dass sehr gute, für MD Hütehunde angemessene Aufzuchtbedingungen gewährleistet sind. Für einen guten und möglichst reibungslosen Start ins Leben der Welpen, sollen Grundkenntnisse zu den einzelnen Lebensphasen vorhanden sein, ebenso wie Grundkenntnisse der Vererbungslehre.

• Die Hundehaltung und Fütterung muss artgerecht sein. Für Zuchthunde und Welpen muss mindestens sehr gute Zwingerhaltung gegeben sein, dafür sind Freiauslauf und menschliche Zuwendung Grundvoraussetzung. Die IGMH sieht die Zwingeraufzucht als Ausnahme an, die Regel sollte die Aufzucht im Haus und im Familienverbund sein!
(Verhaltenstests der Welpen werden empfohlen; eine entsprechende Regelung folgt!)



2.1. Mindest- und Höchstalter der Zuchttiere

Rüden: Mindestalter beim ersten Deckakt 18 Monate.
Hündinnen: Mindestalter bei der ersten Belegung 18 Monate.
(Empfohlenes Mindestalter: 24 Monate)
Das Höchstalter für Hündinnen liegt beim vollendeten 8. Lebensjahr.
Zuchthündinnen dürfen für nicht mehr als fünf Würfe herangezogen werden.



2.2. Häufigkeit der Zuchtverwendung

Hündinnen können jährlich zweimal gedeckt werden, wenn sie kräftig und gesund sind.
Sollte eine Hündin innerhalb von 12 Monaten zweimal geworfen haben, muss sie 12 Monate aussetzen. Ebenso dürfen Hündinnen mit 8 oder mehr aufgezogenen Welpen 12 Monate nicht belegt werden. Gerechnet wird in beiden Fällen von Decktag zu Decktag mit einer Toleranz von 14 Tagen.
Die IGMH lehnt es ab, dass ein Züchter mehrere Würfe (unabhängig von der Wurfstärke) gleichzeitig aufzieht.

2.2.1. Wurfwiederholung

Die Anpaarung gleicher Zuchtpartner kann züchterisch ein Risiko darstellen. Die IGMH behält sich daher vor, Wurfwiederholungen nur dann zu unterstützen und zu genehmigen, wenn die Nachzucht des ersten Wurfes aus dieser Verpaarung hinreichend beurteilt werden kann; dies dürfte nicht vor Ablauf von 2 Jahren möglich sein.

2.3. Wurfstärke

Eine Begrenzung der Wurfstärke ist mit § 1 des Deutschen Tierschutzgesetzes nicht zu vereinbaren. Die IGMH empfiehlt jedoch seinen Züchtern die Aufzucht lebensschwacher, mit groben Fehlern behafteter Welpen nicht zu fördern.



2.4. Inzestzucht / Verwandtschaftszucht

Paarungen von Verwandten ersten Grades sind verboten, sowie Vater / Tochter, Mutter / Sohn und Vollgeschwisterverpaarungen sind nicht zulässig.

Die IGMH legt Wert auf Zuführung in der Zucht bisher noch wenig oder kaum zum Zuge gekommenen frischen Blutes, sehr gerne aus alten, bisher noch kaum erforschten Linien.
Nur so kann der alte, ursprüngliche Hundetyp geno- wie phänotypisch erhalten werden.
Deshalb sind wir skeptisch gegenüber der zur Zeit gängigen Praxis, die einer immer enger werdenden Verwandtschaftszucht nicht offensiv entgegentritt.





3. Zwei Zuchtschienen

3.1. IGMH Zucht

Rassetypische Hunde, deren Ahnennachweis zwei vollständige Generationen umfasst, also deren Eltern UND Großeltern bekannt sind, erhalten IGMH-Ahnentafeln. Diese Hunde sind, sofern sie die übrigen gesundheitlichen und wesensmäßigen Voraussetzungen der IGMH erfüllen, zuchttauglich. Ihre Nachkommen erhalten IGMH-Ahnentafeln.

---> Merkblatt für Züchter.



3.2. IGMH-Registrierzucht

Typvolle Hunde, ohne AAH-Papiere oder sonstige Abstammungsnachweise können nach Begutachtung durch den Zuchtleiter für zuchttauglich erklärt werden, sie erhalten Registrierbescheinigungen. Die Halter solcher Hunde sind aufgefordert, zumindest die Eltern ihrer Hunde ausfindig zu machen (Nachweis ggf. per Foto).
Ein Antrag zur Aufnahme in das Registrierzucht-Register erfolgt über das Formular „Gutachten zur Registrierung von Hunden ohne Abstammungsnachweis“.
Nach positiv ausgefallener Begutachtung durch den Zuchtwart/Zuchtleiter der IGMH erhalten Nachkommen solcher Hunde Registrierpapiere; Ahnentafeln werden erst für Hunde mit zwei vollständig zurückzuverfolgenden Generationen ausgestellt.

---> Merkblatt für Züchter > IGMH Registrierzucht.









3.3. Zuchtuntaugliche Hunde

Hierzu gehören solche Hunde,

• die erbliche Defekte zeigen, die die funktionale Gesundheit ihrer Nachkommen
beeinträchtigen würden.
• die dem Rassestandard nicht entsprechen und/oder mit Mängeln behaftet sind,
die sie für eine zielbewusste Rassezucht unbrauchbar machen,
• die zuchtausschließende Fehler haben, wie z. B. Wesenschwäche, angeborene
Taubheit oder Blindheit, Hasenscharte, Spaltrachen, erhebliche Zahnfehler,
Kieferanomalien, Epilepsie, Kryptorchismus, Monorchismus, Albinismus,
Fehlfarben, Skelettdeformationen, Katarakt, PRA, usw., CEA .
• Hunde bei denen mittlere bzw. schwere Hüftgelenkdysplasie oder ED festgestellt wurde.

Ahnentafeln und Registrierbescheinigungen zuchtuntauglicher Hunde erhalten einen
entsprechenden Vermerk.



3.4. Paarungen der Farbschläge

Erlaubt sind:

a) Fuchs x Fuchs
b) Fuchs x Schwarzer
c) Gelbbacke x Gelbbacke
d) Schwarzer x Schwarzer

Schwarzer x Gelbbacke wird toleriert.



3.5. Begründung der Einschränkungen

Gelbbacke x Fuchs ergibt oftmals wildfarbene Nachzucht.





4. Züchter

Als Züchter eines Hundes gilt der Eigentümer oder Mieter der Hündin zur Zeit ihrer Belegung.
Nach der Eigentumsübertragung einer belegten Hündin gilt der neue Eigentümer als Züchter.



4.1. Zuchtmiete

Das Mieten von Hündinnen zur Zucht ist eine Ausnahme. Sie bedarf in jedem Fall der vorherigen
Genehmigung der Zuchtleitung. Dem Zuchtleiter ist rechtzeitig vor dem Deckakt ein schriftlicher Vertrag über das Zuchtmietverhältnis vorzulegen. Vordrucke sind bei der IGMH erhältlich. Die Hündin muss ab dem Decktag bis zur Wurfabnahme im Gewahrsam des Mieters sein. Hündinnen, die im Eigentum oder Besitz von Personen stehen, denen das Zuchtbuch der IGMH gesperrt ist, dürfen nicht zur Zuchtmiete herangezogen werden.



5. Pflichten des Deckrüdenbesitzers

Jeder Deckrüdenbesitzer hat ein Deckbuch zu führen. Art und Umfang der Eintragungen wie: Deckvorgänge, Deckrüden und belegte Hündinnen sind unverzüglich festzuhalten, wie z. B.
auch Zu- und Abgänge mit Angabe von Wurftag, Zuchtbuchnummer, Tätowiernummer, Chipnummer, Haarart und Farbe. Angaben über die Zuchttauglichkeit und evtl. Leistungskennzeichen, Namen und Anschrift des Besitzers, Decktage und Wurfergebnisse müssen ebenfalls enthalten sein.
Das Deckbuch ist stets auf dem neuesten Stand zu halten.

Zuständiger Zuchtwart und Zuchtleiter haben jederzeit das Recht, das Deckbuch zur Einsicht anzufordern.
Um Differenzen zu vermeiden werden schriftliche Vereinbarungen empfohlen.

Vor jedem Deckakt ist die Zuchtleitung der IGMH zu informieren, um spätere Unstimmigkeiten von vornherein auszuschließen!

Die „Deckmeldung an ZB-Stelle“ ist zwingend vollständig auszufüllen und rechtzeitig bei der Zuchtbuchstelle einzureichen.

Vor jedem Deckakt hat sich der Deckrüdenbesitzer davon zu überzeugen dass Hündin und Rüde die Zuchtvoraussetzungen erfüllen.

Er hat dem Züchter die Deckbescheinigung zu unterschreiben und eine Fotokopie der Ahnentafel des Deckrüden auszuhändigen.





6. Natürliches Deck- und Wurfgeschehen

Künstliche Besamung lehnt die IGMH ab.
Da gehäuftes Auftreten von nicht normalem Läufigkeitsgeschehen sich negativ auf die Fruchtbarkeit und damit die Gesundheit einer ganzen Rasse auswirken können, sollten bei familiär gehäuftem Auftreten von Abweichungen des normalen Läufigkeitsverlaufs züchterische Maßnahmen (Herausnahme solcher Hündinnen aus der Zucht ) ergriffen werden.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind bei Rüde und Hündin gleichermaßen zu beachten. Dazu gehört unter anderem auch ein jegliches Unterlassen von Hilfestellungen beim Deckakt.
Das Wurfgeschehen sollte ebenfalls gerade bei unseren AH instinktsicher ablaufen. Hilfestellungen nur in lebensbedrohlichen Situationen.





7. Pflichten des Züchters

• Jeder Züchter hat ein Zwingerbuch zu führen. Art und Umfang der Eintragungen werden noch gesondert festgelegt.

• Vor jedem Deckakt hat sich der Züchter davon zu überzeugen, dass Hündin und Rüde die Zuchtvoraussetzungen erfüllen.

• Vom vollzogenen Deckakt ist der IGMH Zuchtbuchstelle innerhalb von 8 Tagen Mitteilung zu machen. Alle Würfe sind dem Zuchtbuchamt innerhalb von 3 Tagen mittels Wurfmeldung (Vordruck bei der ZB-Stelle erhältlich) schriftlich mitzuteilen.
Sollte das Formular zur Wurfmeldung zu spät oder gar nicht bei der IGMH eingereicht werden, so behält diese sich die Eintragung bzw. Nicht-Registrierung des betreffenden Wurfes in das Zuchtbuch vor.

• Der Züchter hat den Deckrüdenbesitzer über das Ergebnis des Wurfgeschehens bzw. das Leerbleiben der Hündin innerhalb 10 Tagen nach Feststellung des Leerbleibens (durch den Tierarzt) zu unterrichten.

• Der Züchter ist verpflichtet, die Mutterhündin in bestem Ernährungszustand artgerecht zu halten, gut zu pflegen und artgerecht und hygienisch unterzubringen. Verfehlungen führen zum sofortigen Ausschluss aus der IGMH!

• Die Abgabe der Jungtiere ist erst nach Vollendung der achten Lebenswoche erlaubt.

• Für alle Welpen hat der Züchter durch einen internationalen Impfpass den Nachweis einer Grundimmunisierung zu erbringen – alle Welpen müssen gechipt sein.

• Bei evtl. Zwingergemeinschaft ist der Zuchtverantwortliche zu benennen.

• Eine Abgabe der Welpen an Zoogeschäfte oder den gewerblichen Hundehandel ist untersagt und
wird mit Ausschluss aus der IGMH oder Zuchtsperre geahndet.

Züchtern innerhalb der IGMH wird empfohlen, sich über das deutsche Tierkaufrecht sachkundig zu machen und entsprechende Kaufverträge mit den Welpenkäufern abzuschließen. Beispielvordrucke können bei der Zuchtbuchstelle angefordert werden.

Bei Verstößen gegen die Auflagen der IGMH behält sich diese den Ausschluss des betreffenden Mitglieds, das Zurückziehen der Zuchtgenehmigung und die weitere Eintragung im Zuchtbuch vor.



7.1. Anmeldung und Eintragung in das Zuchtbuch

Alle Züchter der IGMH sind verpflichtet, ihre Würfe zur Eintragung in das Zuchtbuch der IGMH zu melden. Der Wurfeintragungsantrag ist vollständig auszufüllen und sofort nach Wurfabnahme der Zuchtbuchstelle zuzusenden.

Ferner ist gleichzeitig einzureichen:

Originalahnentafel bzw. Registrierbescheinigung der Mutterhündin, Fotokopie der Ahnentafel des Deckrüden, Nachweis über die Zuchttauglichkeit des Deckrüden bzw. der Mutterhündin, wenn diese bis dahin nicht der Zuchtbuchstelle vorliegen.

Der Antrag auf Eintragung in das Zuchtbuch der IGMH kann nur nach Vorlage der Deckmeldung bearbeitet werden. Bei nicht vorliegender Deckmeldung behält sich die IGMH die Eintragung des Wurfes ausdrücklich vor.



7.2. Wurfabnahme

Die Wurfabnahme wird den zuständigen Zuchtwart oder den Zuchtleiter in der achten Lebenswoche vorgenommen. Die Abnahme ist nur nach Vorlage des internationalen Impfpasses mit der Eintragung für alle Welpen gestattet. Die Abnahme kann auch durch einen Tierarzt erfolgen, sämtliche Unterlagen müssen bei der Zuchtbuchstelle eingereicht werden.

Der Zuchtwart (oder der Tierarzt) füllt einen Wurfabnahmebericht aus, der alle wesentlichen Angaben
enthält; insbesondere alle bei den Welpen und bei der Mutterhündin sichtbaren Mängel.
Dieser enthält auch einen Vermerk über das Vorliegen des Impfpasses. Zuchtleiter und Züchter erhalten je eine Kopie dieses Berichts.
Desweiteren erfolgt im Zuge des Wurfabnahmeberichts ein Kontrollvermerk durch den Zuchtwart/ Zuchtleiter/Tierarzt, der an die IGMH gesandt wird.

Die Wurfabnahme kann nur durch Zuchtwarte erfolgen oder einen Tierarzt.
Volle Gültigkeit hat die Wurfabnahme nur im Zusammenhang mit dem ausgefüllten Kontrollvermerk!





8. Zuchtberatung und Zuchtkontrolle

Zuchtleitung und Zuchtwarte stehen allen Mitgliedern der IGMH zur Beratung in Zuchtangelegenheiten zur Verfügung. Sie kontrollieren die Zucht und die Einhaltung der Zuchtordnung.



8.1. Zuchtleitung

Mit der Zuchtleitung beauftragte Personen müssen mindestens die an die Zuchtwarte gestellten Anforderungen erfüllen.







Die Zuchtleitung ist für die Überwachung aller Zuchtangelegenheiten verantwortlich und verpflichtet, erbliche Defekte zu erfassen, deren Entwicklung zu dokumentieren, zu bewerten und - wo erforderlich - deren Bekämpfung zu veranlassen. Sie kontrolliert die Zucht und die Einhaltung der Zuchtbestimmungen bei den Zuchtwarten.

Die Zuchtleitung ist verpflichtet, mit geeigneten Schulungsmaßnahmen die kynologischen und funktionsspezifischen Kenntnisse der Zuchtwarte auf dem neuesten Stand zu halten.





8.2. Zuchtwarte

Zuchtwarte sind die unmittelbaren Ansprechpartner und Berater der Mitglieder in Zuchtangelegenheiten. Sie kontrollieren die Zucht und die Einhaltung der Zuchtbestimmungen in ihrem Zuständigkeitsbereich.
Für den Aufbau einer Organisation von Zuchtwarten sowie für deren Aus- und Weiterbildung ist die Zuchtleitung zuständig. Zum Zuchtwart kann ein Mitglied der IGMH vom Vorstand ernannt werden, das neben der Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen zur Hundehaltung und züchterischer Erfahrung die von der IGMH festgesetzten Grundkenntnisse in Zuchtwesen und Vererbung sowie hinreichende praktische Erfahrung in der Abwicklung von Wurfabnahmen nachgewiesen hat.





9. Zuchtbuch

Die IGMH legt ein eigenes Zuchtbuch auf und bemüht sich um Zuführung von Hunden aus alten Linien. Ausschlaggebend für die Aufnahme in das Zuchtbuch ist neben den in dieser Ordnung festgehaltenen Kriterien die vom Zuchtleiter festgestellte Typgerechtigkeit der in Frage kommenden Hunde gemäß dem als Anhang der Zuchtordnung beigegebenen Rassemindeststandard.

Im Zuchtbuch werden nur Hunde eingetragen, deren Abstammung über AAH-Papiere
als gesichert gilt. In der Regel sollen zumindest 2 Vorgängergenerationen vollständig nachgewiesen werden.
Im Zuchtbuch registriert werden können Hunde, deren Typentsprechung durch den Zuchtleiter nach persönlicher Kontrolle festgestellt wurde. Das Register ist von dem ZB getrennt zu führen.



9.1. Allgemeines

Die Zuchtbuchführung obliegt dem Zuchtbuchführer in Abstimmung mit dem Zuchtleiter.
Das Zuchtbuch muss genaue Angaben über die einzelnen Hunde enthalten, unabhängig von der Zuchtverwendung. Zuchtbücher sollen nach Möglichkeit jedes Jahr in gedruckter Form herausgegeben werden, mindestens jedoch als Sammelband alle zwei Jahre. Züchter, die in diesem Zeitraum einen Wurf hatten, sind zur Abnahme des Zuchtbuches verpflichtet.





9.2. Eintragung ins Zuchtbuch

Im Zuchtbuch eingetragen werden alle Würfe unter Angabe der Zahl der Welpen,
Aufführung der totgeborenen und der bis zur Beantragung der Eintragung verendeten Welpen und zwar nach Geschlecht und Farbe.

9.3. Umfang der Zuchtbucheintragung

Die Zuchtbucheintragungen müssen so viele Generationen, wie möglich, umfassen. Dabei sind aufzuführen: Name der Hunde, Zuchtbuchnummern, Wurfdaten, Farbe, Geschlecht, HD/ED-Befund.
Die Eintragung von Tätigkeits- und Befähigungsnachweisen, sowie Prüfungen behält sich die IGMH vor.



9.4. Form der Eintragungen

Die Eintragungen sind so zu gestalten, dass sowohl im Zuchtbuch als auch im Register eine fortlaufende und lückenlose nachvollziehbare Abfolge von Zuchtbuchnummern entsteht und dass die Art der Eintragungsmaßnahme klar ersichtlich ist. Das Zuchtbuch ist deutlich vom Register getrennt, beide haben eigene Nummernfolgen; anhand der erteilten Kennzeichnungsnummern ist deutlich erkenntlich, ob es sich um eine Eintragung in das Zuchtbuch oder Register handelt. Das Zuchtbuch enthält eine nach ihren Familiennamen alphabetisch geordnete Liste der Züchter, sofern ein Wurf aus
diesem Zwinger oder des betreffenden Züchters verzeichnet ist. Ferner wird eine Liste der geschützten Zwingernamen geführt.
Hunde mit Ahnennachweis über mindestens 2 Generationen erhalten als Zusatz zur Nummer die Buchstabenkombination: „IGMH-ZB“. Hunde, die aufgrund des Fehlens dieses Generationen-nachweises lediglich registriert werden können, werden durch „IGMH-REG“ gekennzeichnet.
Diese Trennung ist notwendig, Sie besagt aber nichts über den realen Zuchtwert eines Hundes.

Das Zuchtbuch der IGMH kann von Mitgliedern eingesehen werden – eine teilweise Veröffentlichung z.B. im Internet behält sich die IG vor.



9.5. Eintragungssperre

Eintragungssperre für Würfe besteht in jedem Fall für:

• alle Hunde, deren Züchtern das Zuchtbuch gesperrt ist,
• alle Hunde, deren Mutter von einem Rüden anderer Rasse oder einem nicht
eingetragenen Rüden gedeckt wurde,
• alle Hunde, deren Mutter während der gleichen Hitze von mehreren Rüden
gedeckt wurde, bis die Abstammung nach erbgenetischen Gutachten zweifelsfrei
geklärt ist.



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10. Ahnentafeln

10.1. Allgemeines

Ahnentafel und Hund gehören zusammen. Die Ahnentafel ist ein Abstammungsnachweis, der von der Zuchtbuchstelle als mit den Zuchtbucheintragungen identisch gewährleistet wird und drei oder mehr Ahnengenerationen aufweist. Da das ZB der IGMH eine Neuauflage darstellt, wird eine Übergangsfrist eingeräumt, während der die Generationenzahl nicht zwingend vorgeschrieben ist.

Ahnentafeln müssen deutlich mit den Emblemen der IGMH gekennzeichnet sein.

Auf Ahnentafeln von Hündinnen sind Wurftag und Wurfstärke aller mit ihr gezüchteten Würfe eingetragen; dies wird auch auf der Ahnentafel-Zweitschrift nachgetragen.

Die gesonderte Einführung einer Deckrüdenkartei behält sich die IGMH vor.



10.2. Eigentum an der Ahnentafel

Die Ahnentafel bleibt Eigentum der IGMH. Die IGMH kann jederzeit die Vorlage, oder nach dem Tod des Hundes, die Rückgabe der Ahnentafel verlangen.
Bei Übernahme von Hunden aus dem Zuchtbuch eines anderen, dieselbe Rasse betreuenden Mitgliedvereins darf die Original-Ahnentafel nicht eingezogen werden; auf ihr wird jedoch die Übernahme sowie die neu erteilte Zuchtbuchnummer (Übernahmenummer) mit Datum, Unterschrift und Stempel der übernehmenden IGMH bestätigt.
Es können der Original-Ahnentafel Übernahmedokumente der IGMH beigefügt werden; diese müssen mit der Original-Ahnentafel unlösbar verbunden werden.



10.3. Besitzrecht

Zum Besitz der Ahnentafel sind berechtigt:

• der Eigentümer des Hundes,

• der Pfandgläubiger (bei Verpfänden oder Pfänden) während der Dauer des Pfandverhältnisses, sein Besitzrecht geht dem des Eigentümers im Range vor,

• der Mieter einer Hündin während der Dauer der Zuchtmiete, sein Besitzrecht geht dem des Eigentümers vor.

Das Recht zum Besitz der Ahnentafel gegenüber der IGMH besteht nur so lange, wie die Pflichten durch den Hundebesitzer erfüllt werden. Die IGMH kann die Ahnentafeln für die Dauer einer Zuchtbuchsperre einziehen. Ergibt sich das Besitzrecht der Ahnentafel nicht aus der Ahnentafel, kann die IGMH die Ahnentafel bis zur Klärung der Ansprüche einziehen.



10.4. Beantragung von Ahnentafeln

Die Ausstellung von Ahnentafeln und Registrierbescheinigungen erfolgt nur auf Antrag, jedoch unverzüglich durch die IGMH, sobald die Antragsunterlagen vollständig vorliegen und die Eintragungsvoraussetzungen erfüllt sind.



10.5. Auslandsanerkennung

-- entfällt --



10.6. Ungültigkeitserklärung von Ahnentafeln

In Verlust geratene Ahnentafeln müssen für ungültig erklärt werden. Nach Veröffentlichung des Verlustes auf der Homepage der IGMH fertigt sie nach sorgfältiger Prüfung des Antrages und der Beweise über den Verlust der Original-Ahnentafel eine Zweitschrift gegen Gebühren. Bei Hündinnen sind darauf alle ihre Würfe nachzutragen.

Bei nachweislich falschen Angaben zur Zweitschrift kann die neue Ahnentafel für
ungültig erklärt werden.

Die ausgestellte Ersatz-Ahnentafel muss den Vermerk „Zweitschrift" tragen.



10.7. Eigentumswechsel

Jeder Eigentumswechsel eines Hundes muss auf der Ahnentafel mit Ort und Datum des Übergangs vermerkt werden.
Die Eintragung des Vermerkes muss durch den Voreigentümer mit seiner Unterschrift bestätigt werden.
Bei Verkauf eines Hundes ist die Ahnentafel dem neuen Eigentümer ohne jede Nachzahlung auszuhändigen.

Vorstehendes gilt sinngemäß auch für Registrierbescheinigungen.

11. Zuchtgebühren

Die Zuchtgebühren sind als Kostenerstattung von Auslagen (etwa Portokosten) zu verstehen.
Außergewöhnliche Kosten, die dem Zuchtleiter oder der Zuchtbuchstelle durch verspätete Anmeldung der Würfe entstehen, müssen vom Züchter getragen werden.
Die IGMH bemüht sich um kostengünstige Gestaltung, sie handelt ohne jegliche Gewinnerzielungsabsicht!





12. Zwingernamenschutz

Die IGMH schützt auf Antrag für ihre Mitglieder einen Zwingernamen für die Zucht Mitteldeutscher Hütehunde auf die Dauer ihrer Mitgliedschaft. Der Antrag soll drei Zwingernamen enthalten, von denen der gewünschte an erster Stelle steht. Der zweite bzw. dritte wird gewählt, wenn der (die) andere(n) bereits vergeben oder unzulässig sind. Den Zwingernamen dürfen nur die im Zwinger des Namensinhabers gezüchteten Tiere tragen. Der Zwingername ist nicht übertragbar, kann aber für einen Erben des Namensinhabers geschützt werden, wenn dieser innerhalb von 10 Jahren dies beantragt, seine Berechtigung nachweist und Mitglied der IGMH ist/wird.
Der Antragsteller erhält von der IGMH eine förmliche Zwingerurkunde über die Eintragung und den Schutz des Zwingernamens.
Der Zwingernamenschutz wird gültig mit der Veröffentlichung in unseren Mitteilungen bspw. auf der Internetpräsenz der IGMH.





13. Verschiedenes



13.1. Nichtmitglieder

Für Nichtmitglieder besteht kein Anspruch zur Eintragung ihrer Hunde in das Zuchtbuch, sowie das Register.



13.2. Bekämpfung der Hüftgelenkdysplasie und Ellenbogengelenkdysplasie

Sämtliche Hunde sind vor der Zuchtverwendung im Alter von mindestens 12 Monaten bei dafür geeigneten und entsprechend eingerichteten Röntgeninstituten oder Ärzten auf Hüftgelenkdysplasie und Ellenbogengelenkdysplasie zu röntgen. Die Wahl des Institutes oder des Arztes bleibt dem Eigentümer des Hundes überlassen.

Die (HD-)Röntgenaufnahme muss unbedingt mit gestreckten Hinterextremitäten vorgenommen werden. Die Röntgenaufnahme ist mit der Zuchtbuchnummer des Hundes, seinem Namen und dem Datum des Tages der Aufnahme zu kennzeichnen.
Die Ahnentafel muss vom Tierarzt mit Röntgendatum, Stempel und Unterschrift versehen werden. Die Kennzeichnung der Röntgenplatte muss so angebracht sein, dass sie weder entfernt noch abgeändert werden kann.
Die Röntgenaufnahmen sind zusammen mit dem kompletten HD-Untersuchungsformular incl. Attest
vom Tierarzt an die Zuchtbuchstelle zu schicken.



13.3. Zum HD -Nachröntgen

Die IGMH behält sich das Recht vor, in Zweifelsfällen ein Nachröntgen zu empfehlen oder anzuordnen.







14. Weitere prophylaktische Maßnahmen



a) Augenuntersuchung
…vorerst nicht zwingend erforderlich.

b) Herpes-Prophylaxe
Um dem infektiösen Welpensterben verursacht durch das canine Herpesvirus vorzubeugen, empfiehlt die IGMH die Impfung trächtiger Hündinnen etwa mit Eurican Herpes 205.
(Erste Impfung entweder während der Läufigkeit oder 7-10 Tage nach dem (angenommenen) Deckzeitpunkt. Zweite Impfung 1-2 Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin. Wiederholungsimpfung während jeder Trächtigkeit nach demselben Impfschema.)





15. Verstöße gegen die Zuchtordnung (ZO)

Die Überwachung dieser ZO obliegt dem Vorstand der IGMH. Gravierende Verstöße gegen die ZO werden mit Zuchtbuchsperre oder Ausschluss aus der IGMH geahndet.



16. Veröffentlichungen von Bestimmungen der ZO

Jedem Mitglied wird diese ZO übergeben. Er ist jedoch verpflichtet, sich über spätere Änderungen der Zuchtbestimmungen durch persönliche Initiative zu unterrichten.
Die Unterrichtung erfolgt auf der Homepage der IGMH oder auf Wunsch auch schriftlich per Post.

Der Zuchtablauf wird im Einzelnen durch Ausführungsbestimmungen konkret geregelt!

Diese Zuchtordnung wurde gegenüber der Urschrift geändert und wie folgt unterzeichnet und damit als bindend anerkannt. Sie tritt sofort in Kraft.

OYLE/Marklohe , den 3. August 2008


(Unterschriften)

Helmut Lenz; Dietmar Metz; Uta Witt




Die geänderte Zuchtordnung tritt damit ab heute, 3. 8. 2008 in Kraft !



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