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Zum Gedenken....

Pelle

Ein Wort von Albert Schweitzer aus seinem Buch: "Die Ehrfurcht vor dem Leben":

"Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, daß die Tür zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen."









Nun: jedenfalls in meiner "Ethik" laufen eine Menge Tiere herum,
und das ist auch gut so...









Zur Erinnerung an unsere Pelle (Jan. 1978 - 9. Juni 1997)

Pelle - eine kleine, ca. 8kg schwere Terriermischlingshündin war bereits über 9 Jahre alt, als wir sie von einer Familie übernahmen, die sie wegen Kinderzuwachs und vielleicht auch aufgrund ihres nicht ganz "einfachen" Wesens gerne in "gute Hände" abgeben wollte.- Das war noch in unserer Studienzeit in Münster/Westf..-
Ich hatte anfangs große Bedenken, einen so alten Hund an neue Verhältnisse zu gewöhnen, zumal wir um die Vorgeschichte wußten. Pelle war der bisherigen Halterfamilie 1978 zugelaufen, sie war erwachsen und wohlgenährt gewesen - also hatte der Tierarzt bei der Ausstellung des Impfpasses "Jan. 78" als Geburtsdatum eingetragen - es ist möglich, daß sie noch älter war.
Wie es gekommen sein mag, daß Pelle nach Ihrer "Wanderzeit" so wohlgenährt gewesen war, haben wir erst später erfahren, als wir sie näher kennenlernten - Pelle war eine Meisterin im Mäusefangen - besser als jede Katze möchte ich behaupten und gewandt und schnell wie eine solche ebenso. Es war Ihr ein Leichtes im Sommer, beim Laufen am Fahrrad an einer Flexleine auf etwa 4km drei bis vier Mäuse zu fangen und im Lauf zu verspeisen. Dazu musste nicht angehalten werden, denn der nächste Nager "wartete" ja vielleicht an der nächsten Biegung.
So oder mithilfe Ihrer stets eingesetzten Bettelhaltung (s. Foto) mußte sie sich durchgeschlagen haben, bis sie Ihre Leute fand.

Pelle war sehr freiheitsliebend (gelinde gesagt) - man konnte sie auf freiem Gelände nie ableinen - es sei denn man hatte v i e l Zeit mitgebracht. Sie verschwand ganz einfach und schien keine Ohren mehr zu haben.
Eine wenn auch kleine "Gartenfreiheit" konnten wir ihr erst in unserem ersten eigenen Haus bieten, dessen kleiner Garten gut eingezäunt war.
Mit zunehmendem Alter stellten sich dann ein altersbedingter Herzfehler und Gesäugetumore ein, an denen sie zweimal operiert werden mußte. Sie steckte alles klaglos weg, auch als das Gehör nachließ (für sie eh kein Problem) und die Sehkraft schwand, konnte sie an Ihrem Zaun noch "giftig" werden - die Terriernase war ja noch in Funktion.
Schlimm wurde es erst, als sie mit 19 Jahren dann noch einen Schlaganfall (!) bekam, mit allen auch vom Menschen bekannten Folgen. Von da an litt sie wirklich so sehr, daß ich mich am Morgen des 9. Juni 1997 zu meinem bis dahin schwersten Gang entschloss - am Abend, als Frauchen von der Arbeit wieder zuhause war, ist Pelle in meinem Arm eingeschlafen - für immer.
Ihr (erstes) Grab fand sie an Ihrem Zaun im Garten. - Zwei Jahre später, bei Fertigstellung unseres jetzigen Hauses habe ich Pelle dann "exhumiert" und sie ist mit uns umgezogen in ein neues schönes Grab zwischen den von Ihr sehr geliebten Rhododendronbüschen.





Martin Luther soll gesagt haben:

"Ich glaube, daß auch die Belferlein und Hündelein in den Himmel kommen und daß jede Kreatur eine unsterbliche Seele hat!"



Hinweis : Sehr einfühlsame und bedenkenswerte Texte zur Mensch-Hund Beziehung finden Sie auf der Seite über japanische Hunde: www.tenshi-makoto-no.de unter der Rubrik "Trauriges".



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Bilder von Pelle

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wie Größe die Sicht beeinflusst...

In der Zeit mit Pelle habe ich eine ganz andere "Hundewelt" kennengelernt als die jetzige. Es ist einfach ein Riesenunterschied, ob Sie mit 8 kg Terrier oder gut 33 kg Schäferhund durch die Welt ziehen. Ich weiß, wie das ist und wie man sich fühlt, wenn da auf einmal ein Riesentier bellend auf einen zugestürmt kommt. Mehrfach habe ich mich dabei mit Schäferhundehaltern auseinandergesetzt, vor deren Hunden ich immer ein "ungutes Gefühl" hatte, man kann auch "Angst" dazu sagen. Hätten Sie mich damals gefragt, welchen Hund ich mir nie an meiner Seite vorstellen könnte, die Antwort hätte eindeutig "Schäferhund" gelautet; vor allem, nachdem mir die Halterin eines "DSH" einmal wütend und von oben herablassend entgegenschleuderte, ich solle mir erst mal "nen vernünftigen Hund holen..!" - Um "so was (!)" wie Pelle, wäre es doch nicht schade.

Da ist mir aufgegangen: Die Hunde sind vielleicht gar nicht so schlimm, das Übel hängt hinten an der Leine (oder hat sie gerade mal wieder lässig um den Hals hängen) !



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und dann waren da noch...

-Der Hahn, der sich in der ersten Lebenswoche ein Bein(chen) gebrochen hatte, das ich "fachgerecht" mittels Heftpflaster "geschient" habe und der später handzahm war; mir sogar von weitem auf den Arm flog.
-Die kleine bunte Katze, die wie Ihre Mutter nie richtig anhänglich war, mir aber stets ihre Beute zutrug und mit dem Fressen wartete, bis ich aus der Schule nach Hause kam.
-Und Max, der hochprämierte Kaninchen-Zuchtbock, der mir vom Züchter geschenkt wurde, damit er sein Gnadenbrot bei mir "mümmeln" könne, was er dann auch tat - und nebenbei auch noch für Nachwuchs sorgte.



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....andere Tiere

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Außerdem drei Pudel, von denen der eine ständig Socken fraß, viele Hühner, einige Schweine, auf denen man reiten konnte, 'ne ganze Reihe Rinder, die im Sommer (60er Jahre) noch auf der "Gemeindeweide" standen (leider eingezäunt und ohne Hirten - dafür waren es zu wenige - und die Zeit "hatte sich überlebt", wie man zu sagen pflegte.)

Diese meine ganze "Tiergeschichte" (,ich hoffe, ich habe niemanden vergessen,) auf einem kleinen siegerländer Nebenerwerbsbetrieb hat mir einen gewissen Eindruck davon vermittelt, daß Tierhaltung in der Landwirtschaft nichts, aber auch gar nichts mit Romantik zu tun hat. Hier galten und gelten die "Gesetze" der Nützlichkeit; der Bauer (,und das gilt natürlich auch für den Schäfer,) muß, um den Begriff der Ethik wieder aufzunehmen, Utilitarist sein, d.h. er ist gezwungen, Nützlichkeitserwägungen den Vorzug vor romantischer Verklärung zu geben, um zu überleben.
So starben schließlich auch mein Hahn und die Kaninchen "keines natürlichen Todes"; sie endeten, sehr zu meinem Leidwesen - im Kochtopf und auf dem Teller. (Jedoch nicht auf meinem, zumindest darauf lege ich Wert!)

In diesem Zusammenhang drängt sich mir die vielleicht etwas "ketzerische" Frage auf, die ich hier nur stellen möchte, beantworten kann sie sich jeder selbst - die Frage lautet: "Was glauben Sie passierte wohl, zumindest in früheren Zeiten, auf einem (Schäfer-)Hof mit überzähligen, wenig- oder gar nicht hüteinteressierten Hütehundwelpen ??" -

Wenn Sie über diese einfache Frage nachdenken, stoßen Sie auf das Motiv für die Entstehung von huetefuchs.de und die kritische Begleitung der nur und einzig auf den Leistungsgedanken fokussierten Zuchtvorschriften. (Das gilt im übrigen nicht nur für die Altdeutschen! -Für den Bereich des SV, der gegenwärtig versucht, zumindest die schlimmsten Vergangenheitssünden wieder "auszubügeln", müsste die Kritik in Richtung des viel zu langen Hinnehmens dieser Fehlentwicklungen zielen. Man muß dazu nur Fotos von Deutschen Schäferhunden der Vergangenheit mit gegenwärtigen Exemplaren vergleichen. Vielleicht bringt ja der vermehrte Zufluss der ostdeutschen Linien in die westdeutsche Zuchtlandschaft hier einen Gewinn.-

Insofern hat dieser Abschnitt nicht nur den Hintergrund des stillen Gedenkens, er kann und soll zum Weiterdenken auf die Zukunft hin anregen. Das ist im übrigen auch der Sinn jeglichen Gedenkens.



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